von Karlheinz Reimann,

geschrieben im Juni 2002, überarbeitet im November 2013

Kleinolbersdorf, idyllisch gelegen mit Blick zur Augustusburg von seinen Höhen, in seiner Niederung einmündend in das Sternmühlental, ist ein langgestrecktes Reihendorf wie viele hier im Erzgebirge. Mit Kirche, Schule, Gasthof mit Fleischerei und Kirchweihplatz, Gemeindeamt, Hufschmiede und Stellmacherei (heute abgerissen), alles dicht beisammen in seiner Mitte, hatte es besonders seit 1900 ein kulturelles und wirtschaftliches Dorfzentrum. Im Juni 2002 wurde mit einer Festveranstaltung der Einweihung des Schulgebäudes im Sommer 1902 gedacht, in dem Schülerinnen und Schüler bis heute in fünf verschiedenen Gesellschaftssystemen auf unterschiedliche Weise gelernt haben. Mit der Ansprache zum Schuljubiläum wird ein Rückblick auf 100 Jahre Schule als Spiegelbild des gesellschaftlichen Umfeldes unternommen.

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von Karlheinz Reimann,

geschrieben im Dezember 2010, überarbeitet im Dezember 2016

Weihnachten war auch in der DDR ein großes Fest. Offiziell wurde es immer öfter „Fest des Lichtes“ genannt, um den Bürgern die christliche Weihnachtsgeschichte peu à peu aus dem Gedächtnis zu entrücken. Allerdings mit geringem Erfolg, am Heiligen Abend waren die Kirchen proppenvoll. Unter den vielen, die die Weihnachtsgeschichte hören wollten und später in der Predigt auch gern ein paar aufmunternde oder gar aufmüpfige Worte, saß auch so mancher Parteigenosse. Selbstverständlich wurde hierzulande für die Festtage gekocht, gebacken und gebraten, es wurden Stollen, die Weihnachtsgans, Apfelsinen und die weihnachtlichen Leckereien besorgt. Im Fleischerpäckchen fand man meist auch einen Rollschinken, obwohl der gar nicht auf dem Bestellzettel gestanden hatte. Doch  ohne Zitronat, Orangeade, Mandeln und ausreichend Rosinen aus dem Westpaket nahm das Stollenbacken hier keinen rechten Anfang. 

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von Karlheinz Reimann,

geschrieben im Februar 2005

Zu den Bildern meiner Kindheit in Kleinolbersdorf gehört im Winter auch der von Pferden mit Glockengeläut gezogene Schneepflug. Der große, hölzerne, schwergewichtige Spitzpflug, bei dem die Seitenteile in der hinteren Hälfte entsprechend der Straßenbreite mehr oder weniger ausgestellt werden konnten, war von der Gemeinde angeschafft worden. Gemäß Verträgen mit Bezahlung nach Stunden sorgten Bauern des Ortes mit ihren Pferden und diesem Schneepflug dafür, dass die Straßen im Dorf stets offen blieben. Das Bild zeigt einen zweiten, kleineren Schneepflug wahrscheinlich um 1953 mit dem heutigen Haus Pöge im Hintergrund, offensichtlich mit Pferden des Gutes Münzner, das Elfriede und Fritz Fiedler freundlicherweise aus ihrem Fotoalbum zur Verfügung gestellt haben.

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