Nicht nur für VW wird es schwer werden

Die Debatte um die Zukunft des VW-Konzerns und damit auch um das Werk in Zwickau, wo schon Autos gebaut wurden, als an die heutige "Konzern-Hauptstadt" Wolfsburg noch gar nicht zu denken war, kochte in den vergangenen Tagen wieder hoch. Wie es so richtig weitergeht, vor allem nach 2030, dürfte unklar bleiben. Aufgrund der Konkurrenz aus China droht ein harter Einschnitt. Nicht unwahrscheinlich erscheint dabei, dass sich der Automobil- und Industriestandort Sachsen wieder einmal neu erfinden muss – wie schon mehrfach in seiner Geschichte. Gute Ideen und Offenheit für neue Wege sind gefragt, doch das scheint nicht nur wegen der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwierig. Auch vom einst gepriesenen Ingenieurgeist , von guter Bildung, vom Ehrgeiz und Fleiß oder dem Zusammenhalt der Menschen ist in den letzten Jahrzehnten mit Wohlstand und multimedialer Ablenkung so einiges abhandengekommen. Das macht es schwer, nicht nur für Volkswagen und die Wirtschaft, sondern für die gesamte Gesellschaft.

                                                                      Von Markus Pfeifer im "Blick"
                                                                      (mit freundlicher Erlaubnis der Redaktion des "Blick" für die 
                                                                      "Chemnitzer Geschichten")