Grundlegendes

Diese Datenschutzerklärung soll die Nutzer dieser Website über die Art, den Umfang und den Zweck der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten durch den Websitebetreiber informieren.

Der Websitebetreiber nimmt Ihren Datenschutz sehr ernst und behandelt Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend der gesetzlichen Vorschriften. Da durch neue Technologien und die ständige Weiterentwicklung dieser Webseite Änderungen an dieser Datenschutzerklärung vorgenommen werden können, empfehlen wir Ihnen, sich die Datenschutzerklärung in regelmäßigen Abständen wieder durchzulesen.

Definitionen der verwendeten Begriffe (z.B. “personenbezogene Daten” oder “Verarbeitung”) finden Sie in Art. 4 DSGVO.

Hinweis zur verantwortlichen Stelle

Die verantwortliche Stelle für die Datenverarbeitung auf dieser Website ist:

Karlheinz Reimann
Gartenstadt 49

09128 Chemnitz

E-Mail: kontakt(@)chemnitzer-geschichten.de

Verantwortliche Stelle ist die natürliche oder juristische Person, die allein oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten (z.B. Namen, E-Mail-Adressen o. Ä.) entscheidet.

Zugriffsdaten

Wir, der Websitebetreiber bzw. Seitenprovider, erheben aufgrund unseres berechtigten Interesses (s. Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO) Daten über Zugriffe auf die Website und speichern diese als „Server-Logfiles“ auf dem Server der Website ab. Folgende Daten werden so protokolliert:

  • Besuchte Website
  • Uhrzeit zum Zeitpunkt des Zugriffes
  • Menge der gesendeten Daten in Byte
  • Quelle/Verweis, von welchem Sie auf die Seite gelangten
  • Verwendeter Browser
  • Verwendetes Betriebssystem
  • Verwendete IP-Adresse

Die Server-Logfiles werden für maximal 7 Tage gespeichert und anschließend gelöscht. Die Speicherung der Daten erfolgt aus Sicherheitsgründen, um z. B. Missbrauchsfälle aufklären zu können. Müssen Daten aus Beweisgründen aufgehoben werden, sind sie solange von der Löschung ausgenommen bis der Vorfall endgültig geklärt ist.

Cookies & Reichweitenmessung

Die Website verwendet Cookies. Die meisten der von uns verwendeten Cookies sind so genannte “Session-Cookies”. Sie werden nach Ende Ihres Besuchs automatisch gelöscht. Andere Cookies bleiben auf Ihrem System gespeichert bis Sie diese selbst löschen. Diese Cookies ermöglichen es uns, Ihren Browser beim nächsten Besuch wiederzuerkennen.

Sie können Ihren Browser so einstellen, dass Sie über das Setzen von Cookies informiert werden und Cookies nur im Einzelfall erlauben, die Annahme von Cookies für bestimmte Fälle oder generell ausschließen sowie das automatische Löschen von Cookies beim Schließen des Browser aktivieren. Bei der Deaktivierung von Cookies kann die Funktion unserer Website beeinträchtigt sein.

Cookies, die zur Durchführung des elektronischen Zugriffs oder zur Bereitstellung bestimmter, von Ihnen erwünschter Inhalte und Funktionen erforderlich sind, werden auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO gespeichert.

Der Websitebetreiber hat ein berechtigtes Interesse an der Speicherung von Cookies zur technisch fehlerfreien und optimierten Funktion der bereitgestellten Dienste.

Diese Website verwendet teilweise Cookies zur pseudonymisierten Reichweitenmessung, die entweder von unserem Server oder dem Server Dritter an den Browser des Nutzers übertragen werden. Bei Cookies handelt es sich um kleine Dateien, welche auf Ihrem Endgerät gespeichert werden. Ihr Browser greift auf diese Dateien zu. Durch den Einsatz von Cookies erhöht sich die Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit dieser Website.

Falls Sie nicht möchten, dass Cookies zur Reichweitenmessung auf Ihrem Endgerät gespeichert werden, können Sie dem Einsatz dieser Dateien hier widersprechen:

  • Cookie-Deaktivierungsseite der Netzwerkwerbeinitiative: http://optout.networkadvertising.org/?c=1#!/
  • Cookie-Deaktivierungsseite der US-amerikanischen Website: http://optout.aboutads.info/?c=2#!/
  • Cookie-Deaktivierungsseite der europäischen Website: http://optout.networkadvertising.org/?c=1#!/

Gängige Browser bieten die Einstellungsoption, Cookies nicht zuzulassen.

Hinweis: Es ist nicht gewährleistet, dass Sie auf alle Funktionen dieser Website ohne Einschränkungen zugreifen können, wenn Sie entsprechende Einstellungen vornehmen.

Erfassung und Verarbeitung personenbezogener Daten

Der Websitebetreiber erhebt, nutzt und gibt Ihre personenbezogenen Daten nur dann weiter, wenn dies im gesetzlichen Rahmen erlaubt ist oder Sie in die Datenerhebung einwilligen.

Als personenbezogene Daten gelten sämtliche Informationen, welche dazu dienen, Ihre Person zu bestimmen und welche zu Ihnen zurückverfolgt werden können – also beispielsweise Ihr Name, Ihre E-Mail-Adresse und Telefonnummer.

Diese Website können Sie auch besuchen, ohne Angaben zu Ihrer Person zu machen. Zur Verbesserung unseres Online-Angebotes speichern wir jedoch (ohne Personenbezug) Ihre Zugriffsdaten auf diese Website. Zu diesen Zugriffsdaten gehören z. B. die von Ihnen angeforderte Datei oder der Name Ihres Internet-Providers. Durch die Anonymisierung der Daten sind Rückschlüsse auf Ihre Person nicht möglich.

Wir verarbeiten personenbezogene Daten wie Vorname, Nachname, IP-Adresse, E-Mail-Adresse und Inhaltsangaben aus dem Kontaktformular.

Wir verarbeiten personenbezogene Daten nur nach ausdrücklicher Erlaubnis der betreffenden Nutzer und unter Einhaltung der geltenden Datenschutzbestimmungen.

Die Verarbeitung der personenbezogenen Daten erfolgt aufgrund unseres berechtigten Interesses zur Erfüllung unserer vertraglich vereinbarten Leistungen und zur Optimierung unseres Online-Angebotes.

Umgang mit Kontaktdaten

Nehmen Sie mit uns als Websitebetreiber durch die angebotenen Kontaktmöglichkeiten Verbindung auf, werden Ihre Angaben gespeichert, damit auf diese zur Bearbeitung und Beantwortung Ihrer Anfrage zurückgegriffen werden kann. Ohne Ihre Einwilligung werden diese Daten nicht an Dritte weitergegeben.

Umgang mit Kommentaren und Beiträgen

Hinterlassen Sie auf dieser Website einen Beitrag oder Kommentar, wird Ihre IP-Adresse gespeichert. Dies erfolgt aufgrund unserer berechtigten Interessen im Sinne des Art. 6 Abs. 1 lit. f. DSGVO und dient der Sicherheit von uns als Websitebetreiber: Denn sollte Ihr Kommentar gegen geltendes Recht verstoßen, können wir dafür belangt werden, weshalb wir ein Interesse an der Identität des Kommentar- bzw. Beitragsautors haben.

Plugins und Tools

Google Maps

Diese Seite nutzt über eine API den Kartendienst Google Maps. Anbieter ist die Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA.

Zur Nutzung der Funktionen von Google Maps ist es notwendig, Ihre IP Adresse zu speichern. Diese Informationen werden in der Regel an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Der Anbieter dieser Seite hat keinen Einfluss auf diese Datenübertragung.

Die Nutzung von Google Maps erfolgt im Interesse einer ansprechenden Darstellung unserer Online-Angebote und an einer leichten Auffindbarkeit der von uns auf der Website angegebenen Orte. Dies stellt ein berechtigtes Interesse im Sinne von Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO dar.

Mehr Informationen zum Umgang mit Nutzerdaten finden Sie in der Datenschutzerklärung von Google: https://www.google.de/intl/de/policies/privacy/.

Rechte des Nutzers

Sie haben als Nutzer das Recht, auf Antrag eine kostenlose Auskunft darüber zu erhalten, welche personenbezogenen Daten über Sie gespeichert wurden. Sie haben außerdem das Recht auf Berichtigung falscher Daten und auf die Verarbeitungseinschränkung oder Löschung Ihrer personenbezogenen Daten. Falls zutreffend, können Sie auch Ihr Recht auf Datenportabilität geltend machen. Sollten Sie annehmen, dass Ihre Daten unrechtmäßig verarbeitet wurden, können Sie eine Beschwerde bei der zuständigen Aufsichtsbehörde einreichen.

Löschung von Daten

Sofern Ihr Wunsch nicht mit einer gesetzlichen Pflicht zur Aufbewahrung von Daten (z. B. Vorratsdatenspeicherung) kollidiert, haben Sie ein Anrecht auf Löschung Ihrer Daten. Von uns gespeicherte Daten werden, sollten sie für ihre Zweckbestimmung nicht mehr vonnöten sein und es keine gesetzlichen Aufbewahrungsfristen geben, gelöscht. Falls eine Löschung nicht durchgeführt werden kann, da die Daten für zulässige gesetzliche Zwecke erforderlich sind, erfolgt eine Einschränkung der Datenverarbeitung. In diesem Fall werden die Daten gesperrt und nicht für andere Zwecke verarbeitet.

Widerspruchsrecht

Nutzer dieser Webseite können von ihrem Widerspruchsrecht Gebrauch machen und der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten zu jeder Zeit widersprechen.

Wenn Sie eine Berichtigung, Sperrung, Löschung oder Auskunft über die zu Ihrer Person gespeicherten personenbezogenen Daten wünschen oder Fragen bzgl. der Erhebung, Verarbeitung oder Verwendung Ihrer personenbezogenen Daten haben oder erteilte Einwilligungen widerrufen möchten, wenden Sie sich bitte an folgende E-Mail-Adresse:

kontakt(@)chemnitzer-geschichten.de

von Karlheinz Reimann,

geschrieben im Januar 2018

Die Geschichte Preußens und des Deutschen Reiches ist auch eine Geschichte von Kriegen, die zu immer furchtbareren Katastrophen für die Menschen und immer größeren Zerstörungen in den betroffenen Ländern geführt haben. Der über Jahre erstarrte Frontverlauf im Ersten Weltkrieg führte zur Herausbildung der westlichen Militärstrategie im Zweiten Weltkrieg. Hieraus entstanden die Pläne  zur Zerstörung von 70 deutschen Städten, darunter auch Chemnitz,  mit vielen getöteten Zivilisten in der Heimat. Der erste Weltkrieg brach auch aus, weil die Entscheidungsträger das Ausmaß der möglichen Zerstörungen offensichtlich nicht mehr überschauen konnten. Dabei hätten sich, wie Historiker heute meinen, Kaiser Wilhelm II. und Zar Nikolaus II.  - die Cousins "Willy" und "Nicky" - auch gegen den Krieg entscheiden können.

Weiterlesen...

von Karlheinz Reimann,

geschrieben im Februar 2007, zuletzt aktualisiert im Januar 2018

 

Nach Recherchen von Uwe Fiedler in britischen Militärarchiven taucht Chemnitz erstmals im September 1941 auf einer Liste von 43 deutschen Großstädten auf, die als Ziele für schwere Luftangriffen vorgesehen sind. (1) Bereits im Oktober und November 1941 fotografierten britische Flugzeuge aus 10.000 Metern Höhe das Stadtgebiet zur weiteren Luftaufklärung und Angriffsplanung. Chemnitz, das „Sächsische Manchester“, erschien wegen der hohen Bevölkerungsdichte, der konzentrierten Hochbauzonen im Stadtzentrum und der engen Verflechtung von Fabriken und Wohnungen der Arbeiter als attraktives Ziel für schwere Bombenangriffe. Die militärische Strategie der westlichen Alliierten im Zweiten Weltkrieg hatte im Verlauf des Krieges immer mehr zum Ziel, nicht nur  Industrie- und Verkehrsobjekte wegen  ihrer militärischen Bedeutung im Hinterland des Feindes zu zerstören, sondern auch die dazu erforderlichen Arbeits- und Verwaltungskräfte zu eliminieren oder durch Zerstörung ihrer Wohnstätten (dehousing) und Demoralisierung ihre Einsatzfähigkeit auszuschalten. So war die Zerstörung umfangreicher Wohngebiete mit vielen Toten der Zivilbevölkerung - wie im Juni 1943 in Hamburg mit 34.000 Toten in wenigen Tagen oder im Februar 1945 in Dresden mit mindestens 25.000 Toten -  nicht nur ein hingenommener Kollateralschaden, sondern offensichtlich eine vorgesehene Zielstellung. Aber Chemnitz lag zu dieser Zeit noch weit außerhalb der Reichweite von Flugzeugen der Alliierten, die nach Osten und Süden ungefähr durch eine Linie Kiel–Hannover–Kassel--Mannheim begrenzt war. Das änderte sich jedoch 1944 und besonders im Frühjahr 1945 auch für Chemnitz in dramatischer Weise, nachdem die USA, England und Kanada seit 1943 zunehmend ihre Luftflotten durch schwere viermotorische Bomber  aufgerüstet hatten und vor allem Engländer und Kandier auch in Flugzeugen über eine hochentwickelte Radartechnik verfügten, die Angriffe bei Nacht und wolkenverhangenem Himmel mit guter Zielgenauigkeit möglich machte.

Weiterlesen...

von Karlheinz Reimann,

geschrieben im Oktober 2004 für

"Chemnitzer Erinnerungen 1945" Teil III, Die Vororte der Stadt Chemnitz,
herausgegeben von Gabriele Viertel, Uwe Fiedler, Gert Richter
Verlag Heimatland Sachsen Chemnitz 2005
Kleinolbersdorf-Altenhain Seite 106 ff.

Johannes Schlüter aus Chemnitz, damals Flugzeugführer der deutschen Luftwaffe, erzählt seine Erinnerungen an den 14. Februar 1945, als er im Chemnitzer Zeisigwald den ersten Abendangriff beobachtete. Von der zweiten und dritten Angriffswelle an diesem Abend  konnte er vom  Zeisigwald aus nur wenig wahrnehmen, das Geschehen hatte sich mehr zum Erzgebirge hin verlagert.

Weiterlesen...

 

von Karlheinz Reimann,

geschrieben im Oktober 2004 für

"Chemnitzer Erinnerungen 1945"   Teil III,  Die Vororte der Stadt Chemnitz,
Herausgegeben von Gabriele Viertel, Uwe Fiedler, Gert Richter
Verlag Heimatland Sachsen Chemnitz 2005
Kleinolbersdorf-Altenhain, Seite 101 ff.

überarbeitet im September 2014

Gegen Ende des Krieges 1945 waren die beiden Dörfer Altenhain mit 540 Einwohnern und Kleinolbersdorf mit 803 Einwohnern (1) eigenständige Ortschaften, jede mit eigenem Bürgermeister, eigener Schule und eigener Freiwilliger Feuerwehr. Aber beide waren seit jeher miteinander verbunden als eine evangelisch-lutherische Kirchengemeinde mit der Dorfkirche in Kleinolbersdorf. (2) Die Reihendörfer wurden hauptsächlich geprägt durch die jahrhundertealten Bauernhöfe und dazwischen liegenden Siedlerhäuser, die dörflichen Handwerksbetriebe und nur sehr wenige fabrikmäßige Fertigungsstätten. In Kleinolbersdorf hat Bürgermeister Ebert seit Ende der zwanziger Jahre mit dem Bau der Siedlung Gartenstadt (3) ein bevorzugtes Wohngebiet vorangetrieben, während in Altenhain vorwiegend an der Zschopauer Straße in der Nähe des historischen Gasthofes Goldener Hahn einige mondäne Häuser und Villen entstanden sind. Kleinolbersdorf war vielen Chemnitzern durch die beliebten Ausflugsgaststätten Adelsbergturm und Sternmühle bekannt geworden. 1974 wurden beide Dörfer verwaltungsmäßig zur Gemeinde Kleinolbersdorf-Altenhain zusammengeführt. (4)

Weiterlesen...

 

Professor Rolf Lieberknecht im Gespräch mit Karlheinz Reimann über seine Chemnitzer Unternehmerfamilie und ein heute denkmalgeschütztes Haus.

Geschrieben im September 1995, überarbeitet im August 2014

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war Mitteldeutschland mit Sachsen, Thüringen und Sachsenanhalt die industriell am modernsten entwickelte Region Deutschlands. Die sowjetische Besatzungszone hatte 488.000 Betriebe mit 3,6 Millionen Beschäftigten, für damalige Verhältnisse ein sehr fortgeschrittener Rationalisierungsgrad, besser als jede der drei Westzonen. Hier befanden sich Autofirmen wie Autounion in Chemnitz, BMW in Eisenach und das hochmoderne Opelwerk in Brandenburg mit vielen Zulieferbetrieben, die weltweit modernsten Zweige der Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik, Chemie, Pharmazie, Film- und Kunststoffproduktion, Textil- und Bekleidungsindustrie sowie Glas-, Keramik- und Möbelindustrie mit leistungsstarken Mittelstandsbetrieben und vielen kreativen Unternehmern. Obwohl durch Bomben am Ende des Krieges und die umfangreiche sowjetische Demontage verheerende Schäden entstanden sind, wären durch die günstigen Voraussetzungen die Lücken im Osten unter westlichen Verhältnissen schneller geschlossen worden als in den Westzonen, meint Günter Schabowski. Aber Hundertausende Unternehmer wurden in den folgenden Jahren enteignet und systematisch vertrieben (wie hier die sächsische Unternehmerfamilie Lieberknecht, K.R.) und die Betriebe sozialistischer Planwirtschaft nach sowjetischem Vorbild unterworfen (1). 

Weiterlesen...

von Karlheinz Reimann,

geschrieben 1995, überarbeitet im Februar 2014 

Johannes Ebert K

Johannes Ebert hat als Bürgermeister die Ortschaft Kleinolbersdorf mit seinen Visionen und durch sein engagiertes Wirken in herausragender Weise geprägt. Unter seiner Führung wurde die Siedlung Gartenstadt geplant und mit ihrem Bau begonnen. Er hat eine moderne Infrastruktur für das Dorf angestrebt und diese teilweise zum Ausbau gebracht. Selbst ein kleines Gewerbegebiet vor Roschers Gut hatte er vor Augen. Aber durch seine unbeugsame demokratische Überzeugung ist er zweimal politisch gescheitert: 1933 an den Nationalsozialisten und 1948 an den Kommunisten.

                           Johannes Ebert 1952 (Bild: Tochter
                           Brigitte Voigtmann)

                                   

                                                                                                    

Weiterlesen...

von Karlheinz Reimann,

geschrieben im Juli 2008

Der Gasthof Kleinolbersdorf, mit vielen Feldsteinen wahrscheinlich um 1883 erbaut, muss von Anfang an ein geschäftiger Ort im Dorf und eine gute Adresse für Ausflügler aus Chemnitz gewesen sein. Verband er doch in idealer Weise im Erdgeschoss auf der rechten Seite die Gaststube mit später in Holz angebauter Veranda und kleinem Biergarten, auf der linken Seite die Fleischerei mit Schlachthaus und im Obergeschoss den Festsaal für 200 Personen, in dem auch eine richtige Bühne mit Seitenaufgängen vorhanden war. Die Fleischerei versprach in der Gaststube ein preiswertes und „deftiges Essen" mit „guter Brühe", was von Anbeginn über viele Jahrzehnte für viele Gäste ein gewichtiger Grund war, hier einzukehren. Und wenn am Samstagabend oder zu Feiertagen eine Kapelle zum Tanz aufspielte, strömten die Dörfler zu Jubel-Trubel-Heiterkeit (am späteren Abend auch mit gelegentlicher Klopperei) herbei.

Weiterlesen...

von Karlheinz Reimann,

geschrieben im Juni 2002, überarbeitet im November 2013

Kleinolbersdorf, idyllisch gelegen mit Blick zur Augustusburg von seinen Höhen, in seiner Niederung einmündend in das Sternmühlental, ist ein langgestrecktes Reihendorf wie viele hier im Erzgebirge. Mit Kirche, Schule, Gasthof mit Fleischerei und Kirchweihplatz, Gemeindeamt, Hufschmiede und Stellmacherei (heute abgerissen), alles dicht beisammen in seiner Mitte, hatte es besonders seit 1900 ein kulturelles und wirtschaftliches Dorfzentrum. Im Juni 2002 wurde mit einer Festveranstaltung der Einweihung des Schulgebäudes im Sommer 1902 gedacht, in dem Schülerinnen und Schüler bis heute in fünf verschiedenen Gesellschaftssystemen auf unterschiedliche Weise gelernt haben. Mit der Ansprache zum Schuljubiläum wird ein Rückblick auf 100 Jahre Schule als Spiegelbild des gesellschaftlichen Umfeldes unternommen.

Weiterlesen...

 

von Karlheinz Reimann,

geschrieben im Dezember 2010, überarbeitet im Februar 2014

Weihnachten war auch in der DDR ein großes Fest. Offiziell wurde es immer öfter „Fest des Lichtes“ genannt, um den Bürgern die christliche Weihnachtsgeschichte peu à peu aus dem Gedächtnis zu entrücken. Allerdings mit geringem Erfolg, am Heiligen Abend waren die Kirchen proppenvoll. Selbstverständlich wurde hierzulande für die Festtage gekocht, gebacken und gebraten, es wurden Stollen, die Weihnachtsgans, Apfelsinen und die weihnachtlichen Leckereien besorgt. Im Fleischerpäckchen fand man meist auch einen Rollschinken, obwohl der gar nicht auf dem Bestellzettel gestanden hatte. Doch  ohne Zitronat, Orangeade, Mandeln und ausreichend Rosinen aus dem Westpaket nahm das Stollenbacken hier keinen rechten Anfang. 

Weiterlesen...

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok